Ans Eingemachte! Kritisches Erwachsensein

Schubladendenken führt seit jeher zu Ausgrenzung und Gewalt. Gesellschaftliche Kategorisierungen wie beispielsweise männlich vs. weiblich, Schwarz vs. weiß, queer vs. straight schaffen künstliche Grenzen in unseren Köpfen, die jede natürliche Varietät ausklammern und oft im Machtmissbrauch enden. Eine Schublade in dieser Serie haben wir bisher noch kaum geöffnet: Die Kategorisierung nach Altersgruppen. Nach dem gängigen gesellschaftlichen Prinzip haben Kinder, Erwachsene und Senior*innen andere Rechte und Pflichten. Doch wer entscheidet über die Grenzen und mit welchen Verhaltensregeln sind sie behaftet? Warum sprechen wir Kindern und Jugendlichen in Familie, Schule und dem öffentlichen Leben Autonomie und Mitbestimmung ab? Warum ist Adultismus die erste Diskriminierungsform, die wir alle erfahren, und was macht das mit uns? Gibt es Alternativen?

Kinder und Jugendliche werden von Erwachsenen oft benachteiligt und nicht ernst genommen. Die Auseinandersetzung mit diesem Machtmissbrauch bringt kollektive Überzeugungen ins Wanken.

Am Mittwoch, 11. Oktober geht es dazu um 19:30 wieder „Ans Eingemachte“, dieses Mal in der Stadtbibliothek in Brixen. Gemeinsam mit ManuEla Ritz, Sozialpädagogin und Mitautorin des Buchs „Adultismus und kritisches Erwachsensein“, Julia Dalsant, Kindergarten-Pädagogin und Salome von Mörl, Schülerin, diskutieren OEW und Dekadenz zum Thema Adultismus und der Frage, wie wir Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft ermächtigen können. Das Publikum ist eingeladen, mitzureden. Der Eintritt ist frei.

„Ans Eingemachte“ ist eine Diskussionsreihe von OEW-Organisation für Eine solidarische Welt und Dekadenz. In unregelmäßigen Abständen wird Brixen zum Forum, in dem gesellschaftspolitische Fragen auf Augenhöhe diskutiert werden.

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