Fair Fashion

SAUBERE KlEIDUNG

Faire Arbeitsbedingungen wirken sich auch auf unsere Lebensumstände und das Klima positiv aus. Deshalb sind wir seit 2018 Mitglied der Kampagne für Saubere Kleidung „Clean Clothes“, die mit Petitionen und Aktionen gegen die ausbeuterischen Praktiken in der Textilindustrie ankämpft. Doch wir sind nur so stark wie unsere Unterstützer*innen: Dein Beitrag zählt!

Karte: Fair Fashion Südtirol

Auch in Südtirol beginnen immer mehr Geschäfte faire Alternativen aufzunehmen. Wir haben sie in einer interaktiven Karte aufgelistet. Sie alle liefern einen Beitrag, dass das schmutzige Geschäft mit Textilien sauberer, menschlicher, klimafreundlicher wird.

Fair: Geschäfte, die zertifizierte Bekleidung verkaufen, bei der entlang der gesamten Produktionskette auf gerechte und umweltschonende Produktionsbedingungen geachtet wurde.

Lokal: Geschäfte, die versuchen, den gesamten Produktionsprozess so umweltfreundlich wie möglich in Südtirol abzuwickeln.

Secondhand: Geschäfte, die gebrauchte Kleidung im Angebot haben und eine Alternative zur ständigen Neuproduktion und fatalen Wegwerfgesellschaft bieten.

ECOTEX & NÄH CAFÈS

Viele der Läden und Schneider*innen sind auch jährlich mit einem Stand auf der ECOTEX vertreten, die richtungsweisende Messe für faire und ökologische Kleidung in Südtirol.

Das Reparieren von Kleidung – beispielsweise im Repair Café – ist eine weitere Möglichkeit gegen kurzweilige Modetrends umweltwirksam zu rebellieren. Spannende Aktionen dazu gibt es bei den Fashion For Future Aktionstagen.

Bewusster Konsum ist nicht genug? Stimmt!

In einem kapitalistischen System hunderprozentig nachhaltig zu leben, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Die Konsumfrage ist vor allem eine Systemfrage. Also: Auch wenn du nicht von Kopf bis Fuß in faire Mode gekleidet bist, darfst du das System kritisieren.

Denn: Auch Modemarken und die Politik müssen Verantwortung übernehmen für die sozialen und ökologischen Bedingungen in der Produktion. Als Bürger*innen und Konsument*innen können wir zeigen, dass wir darauf Wert legen. Hier unser Aktivismus-Leitfaden:

Verlass deine Komfortzone!

Sprich über die Missstände in der Modeindustrie! Fang im Kleinen an, zum Beispiel in Gesprächen mit Freund*innen, Familie oder Kolleg*innen.

Hake nach!

Frag in deinem Lieblingsladen oder deinem liebsten Onlineshop doch einfach mal nach, wie es um deren Fairness und Nachhaltigkeit steht. Produzent*innen sind von ihrer Kundschaft abhängig und müssen sich an deren Bedürfnisse anpassen.

FAIRnetze dich!

Das internationale Netzwerk Fashion Revolution hat viele Untergruppen, die mindestens einmal jährlich Aktionen veranstalten. In Südtirol finden deshalb regelmäßig die Aktionstage Fashion For Future Bolzano statt – nimm teil und bring dich ein! Auch die nationale Kampagne Abiti Puliti leistet unermüdlich Arbeit.

Wende dich an die Politik!

Du bist nicht nur Konsument*in, sondern vor allem auch Bürger*in. Schreibe Politiker*innen an und erzähle von den Themen, die dich bewegen. Frage nach, was sie tun, um diese Probleme anzugehen.

Starte oder unterschreibe Petitionen!

Es gibt viele Petitionen, die deine Unterstützung verlangen. Oder ist dir ein Missstand aufgefallen, der noch von keiner Petition adressiert wird? Unter Change.org kannst du deine eigene Petition starten.

Nutze deinen Wirkungskreis!     

Das Problem scheint zu groß? Es gibt immer Dinge, die man beeinflussen kann! Überlege, wo du in deinem Alltag eine Veränderung bewirken kannst. Vielleicht könnte die Arbeitskleidung bei deinem Job zukünftig fairer und nachhaltiger eingekauft werden?