#MoveTheDate-Aktionswochen

Der Erdüberlastungstag markiert jenen Tag im Jahr, ab dem wir mehr natürliche Ressourcen verbrauchen, als unser Planet innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Auch 2026 fällt dieser Tag in Italien wieder deutlich zu früh – und früher als je zuvor – auf den 3. Mai, mit gravierenden Folgen für Umwelt und globale Gerechtigkeit. Im Rahmen internationaler Aktionen gegen Überkonsum ruft die OEW – Organisation für Eine solidarische Welt erneut zu den Aktionswochen #MoveTheDate auf. Vom 3. bis 17. Mai 2026 laden zahlreiche Initiativen, Organisationen und Bildungseinrichtungen in ganz Südtirol dazu ein, sich aktiv mit nachhaltigen Lebensweisen auseinanderzusetzen und konkrete Schritte für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Ressourcen zu setzen.

Hier der Aktionskalender mit allen Events der Wochen: www.oew.org/movethedate

Zentraler Bestandteil der Aktionswochen ist auch die #MoveTheDate-Challenge. Bis zum 2. Mai können sich Einzelpersonen oder Gruppen – von Familien über Schulklassen bis hin zu Arbeitsteams – auf der Webseite anmelden und zwei Wochen lang ihren Alltag bewusst nachhaltiger zu gestalten. Zur Auswahl stehen zwölf Challenges, die den ökologischen Fußabdruck unserer Gesellschaft maßgeblich beeinflussen: vom Verzicht auf stark verarbeitete Lebensmittel über eine ausschließlich vegane Ernährung bis hin zu autofreier Mobilität, reduzierter Bildschirmzeit oder dem Reparieren von Kleidung. Die Teilnehmenden setzen damit nicht nur ein Zeichen für Ressourcenschonung, sondern hinterfragen auch ihr eigenes Konsumverhalten.

Ein besonderes Highlight der Aktionswochen ist außerdem die Führung durch den Weltacker an der Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Salern in Vahrn am Freitag, 15. Mai, von 16:00 bis 17:30 Uhr. Die weltweit verfügbare Ackerfläche ist begrenzt: Rein rechnerisch stehen jedem Menschen etwa 2.000 m² zur Verfügung. Auf dieser Fläche müsste alles wachsen, was wir zum Leben brauchen – von Lebensmitteln bis hin zu Rohstoffen für Kleidung oder Energie. Doch unser tatsächlicher Verbrauch überschreitet diese Grenze deutlich, während gleichzeitig viele Menschen im Globalen Süden mit deutlich weniger auskommen müssen. Der Weltacker in Salern macht diese Ungleichheit sichtbar: Auf 200 m² zeigt er modellhaft, wie die globale Ackerfläche genutzt wird und wie eng Ernährung, Landwirtschaft und Konsum miteinander verknüpft sind. Die Führung mit Gabriele Falschlunger vermittelt anschaulich, welche Auswirkungen unser Lebensstil weltweit hat. Die Teilnahme an der Weltacker-Führung ist kostenlos, eine Anmeldung bis zum 11. Mai erforderlich: : fs.salern@schule.suedtirol.it / 0472 833 711

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